Würde.
Macht.
Hoffnung.

Auswahl Workshops

Am Vormittag arbeiten wir im Plenum und richten den Blick auf die gewünschte Zukunft. Am Nachmittag geht es an die Umsetzung in Arbeitsgruppen. Neun Workshops stehen zur Auswahl. Bitte geben Sie unten Ihre drei bevorzugten Workshops an. Die Plätze werden in Reihenfolge ihres Einlanges vergeben. Die Auswahl von Workshops ist nur für bestätigte Teilnehmer:innen möglich. Leider ist die maximale Anzahl an TN bereits erreicht, hier können Sie sich auf die Warteliste setzen.

WS 1: „Alle Menschenrechte für alle“ – das Fundament eines guten Lebens 

WS 1: „Alle Menschenrechte für alle“ – das Fundament eines guten Lebens 

Menschenrechte sind unteilbar – doch wirtschaftliche und soziale Rechte sind angesichts der neoliberalen Dominanz marginalisiert. Gleichzeitig untergräbt die Überbetonung individueller Interessen solidarisches Handeln. Dieser Workshop erkundet, wie ein umfassender  Menschenrechtsansatz gestärkt werden kann, der die alltägliche Bedeutung  der Menschenrechte  sichtbar macht – und dem gezielten Zurückdrängen menschenrechtlicher Werte wirkungsvoll begegnet. Perspektiven aus dem Globalen Süden erweitern dabei das Verständnis einer universellen Praxis. Zentral ist die Frage, welche gesellschaftlichen und politischen Akteur:innen in Dialog treten müssen, um gemeinsam tragfähige Strategien zu entwickeln.

Moderation: Walter Suntinger (HumanRightsConsulting Vienna),  Inputs: Teresa Hatzl (Amnesty International), Fatma Akay-Türker (Autorin, Menschenrechtsaktivistin), Iketina Danso (Menschenrechts-, Diversitäts-, und Chancengerechtigkeits-Praktikerin, Poetin)

WS 2: „Bewegende Geschichten" – Storytelling in der Menschenrechtspraxis

WS 2: „Bewegende Geschichten“ – Storytelling in der Menschenrechtspraxis

Fakten allein verändern selten etwas – Geschichten schon. Doch wie erzählt man Menschenrechte so, dass sie an die Lebenswirklichkeit der Menschen anschließen, berühren und zum Handeln motivieren? Dieser Workshop verbindet zwei starke Perspektiven: die investigativjournalistische Kunst, komplexe Unrechtsstrukturen sichtbar zu machen, und den aktivistischen Ansatz, der Betroffene als Subjekte ihrer eigenen Geschichte stärkt. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen fragen wir: Welche Erzählungen braucht es? Was macht gutes Storytelling aus – und welche Fallstricke gilt es zu vermeiden?

Moderation: Sabine Zhang (systemische Beraterin), Inputs: Edith Meinhart (Journalistin, Autorin), Christopher Glanzl (Digital Storytelling von unten)

WS 3: „Ins Gespräch kommen" – Outreach und Dialog mit Skeptischen

WS 3: „Ins Gespräch kommen“ – Outreach und Dialog mit Skeptischen 

Wie erreicht man Menschen, die Menschenrechten skeptisch oder gleichgültig gegenüberstehen? Unter dem Motto „Zeig mir, wie du es machst“ stellt dieser Workshop erprobte Praxisansätze vor: aus Diversity- und Diskriminierungstrainings, aus der Menschenrechtsarbeit in der Polizei sowie aus dem Programm „Dialog statt Hass“ von Neustart. Was funktioniert – und warum? Ergänzt um Beispiele der Teilnehmer:innen untersuchen wir, was den Dialog gelingen lässt, wo Schwierigkeiten liegen – und welche Strategien helfen, mit skeptischen Personen kritisch und wertschätzend über Menschenrechte ins Gespräch zu kommen.

Moderation: Peter Rieder (Diversity Think Tank Austria),  Inputs: Melinda Tamás (Beraterin, Trainerin), Fiorentina Azizi-Hacker (Zara), Stephanie Mayerhofer (Neustart)

WS 4: „From Political Communication to Migrants’ Rights” – The Role of Narratives in Shaping Migrants’ Rights

WS 4: „From Political Communication to Migrants’ Rights” – The Role of Narratives in Shaping Migrants’ Rights 

Public perceptions and policies on migrants’ rights are often shaped more by narratives than facts. Led by experts in advocacy and legal activism, this workshop brings together scholars, practitioners, and human rights actors to examine what and how dominant narratives shape law, policy, and migrants’ lives at global, EU, and national levels, with a focus on Austria. By contrasting legal and practical perspectives, it explores why some narratives are more widely accepted than others and how different stakeholders can act together to reshape narratives that better protect migrants‘ rights. 

Moderation: Bao Pham (PhD student at Central European University), Inputs: Lukas Gahleitner-Gertz (Asylkoordination), Adel-Naim Reyhani (LBI-GMR), Aimée Stuflesser (Amnesty International)

WS 5: „Verborgene Ausschlüsse sichtbar machen” – Intersektionalität und Klassismus in der Menschenrechtsarbeit

WS 5: „Verborgene Ausschlüsse sichtbar machen” – Intersektionalität und Klassismus in der Menschenrechtsarbeit 

Wie prägen Mehrfachdiskriminierungen Lebensrealitäten und die Menschenrechtsarbeit – und warum bleibt Klassismus dabei so oft unsichtbar? Dieser Workshop rückt Intersektionalität mit Fokus auf sozioökonomische Ungleichheit ins Zentrum, als Analyseinstrument und als strukturelle Herausforderung für die Menschenrechtsarbeit. Unterschiedliche Achsen der Ungleichheit wie Geschlecht, ethnische Herkunft und soziale Position greifen ineinander. Sie beeinflussen auch Zugänge, Beteiligung und Entscheidungsmacht innerhalb des Menschenrechtsfeldes. Was bedeutet das für Advocacy,  Programmarbeit und Organisationskultur? 

Moderation: Rebecca Caric (Diversity Think Tank Austria), Inputs: Theresa Ekpa (Zara), Brigitte Theißl (Journalistin, Autorin, Vortragende)

WS 6: „Shaping Rights” – The Arts as Driver of Human Rights Change

WS 6: „Shaping Rights” – The Arts as Driver of Human Rights Change

This workshop introduces participants to the growing intersection between artistic practices and human rights work. How can artistic strategies help critically reflect on human rights issues, communicate human rights concerns to a broader public, and create spaces for dialogue and reflection? How can they contribute to human rights change? It invites participants explicitly to reflect  on how artistic approaches could intersect with their own human rights work, exploring both the potentials and the challenges in bringing the different fields together.  

Moderation/Input: Marilyn Volkman (artist, curator, director of Art gallery Entre)

WS 7: „Strengthening Resilience” – the Human Rights Movement in the Face of Backlash

WS 7: „Strengthening Resilience” – the Human Rights Movement in the Face of Backlash

We are witnessing a mounting backlash against human rights norms, institutions, and demands. In endeavors to uphold and promote human rights, ‘resilience’ appears as an increasingly needed, yet at the same time challenging practice and an ambiguous concept. Against this backdrop and focusing on this tension, the workshop addresses the question of how to navigate and operationalize it. By reflecting on each other’s experiences and learning from examples from different countries, we aim to identify challenges, existing resources and strategies, and opportunities to enhance resilience, with a forward-looking approach. 

Moderators/Inputs: Burak Bahçe (PhD student at Central European University), Victor Giusti (PhD student at Central European University)

WS 8: „Recht haben alleine reicht nicht” – die juristische Durchsetzung der Menschenrechte

WS 8: „Recht haben alleine reicht nicht” – die juristische Durchsetzung der Menschenrechte

Wie lassen sich Menschenrechte juristisch durchsetzen – und wo stoßen rechtliche Strategien an ihre Grenzen? Dieser Erfahrungsaustausch verbindet drei Felder: wirtschaftliche und soziale Rechte, Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie Umwelt- und Klimaschutz. Welche Hebel – von Strategic Litigation bis zum Ausbau des Rechtszugangs – stehen zur Verfügung? Was verbindet die drei Felder, was unterscheidet sie? Und wie wirken juristische Strategien mit politischen und gesellschaftlichen Kämpfen zusammen?

Moderation/Inputs: Martin Schenk (Armutskonferenz), Margit Ammer (Menschenrechtsjuristin mit Umweltschwerpunkt), Karin Riebenbauer (Inklusion: Österreich)

WS 9: „Wege zum Wandel” – Menschenrechte strategisch angehen

WS 9: „Wege zum Wandel” – Menschenrechte strategisch angehen

Menschenrechtsarbeit wirkt – aber oft ohne zu wissen, warum. Explizite Theories of Change, die beschreiben, wie gesellschaftlicher Wandel entsteht und welche Hebel ihn antreiben, sind im Menschenrechtsfeld noch selten. Dabei wäre strategisches Denken dieser Art notwendiger denn je. Die Leitfrage des  Workshops ist, wie Theories of Change aussehen müssen, die Menschenrechte hegemonial machen: Wie wird aus symbolischer Zustimmung politische und rechtliche Verbindlichkeit – und was können wir beitragen, um diese Strategiearbeit zu forcieren?

Moderation/Input: Philipp Sonderegger (Menschenrechtler, systemischer Berater)

Weitere Informationen

Teilnahme (-bedingungen)

Die Menschenrechtskonferenz 2026 soll zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Menschenrechtsbewegung in Österreich beitragen. Zielgruppe der Konferenz sind Mitwirkende von Menschenrechtsorganisationen, Angehörige akademischer Einrichtungen mit dem Fokus Menschenrechte, sowie individuelle Menschenrechtsverteidiger:innen. Die Teilnehmer:innen werden sowohl gezielt als auch offen eingeladen.

● Teilnehmer:innen geben eine allfällige Verhinderung umgehend unter hallo@menschenrechtskonferenz.at bekannt, damit jemand von der Warteliste nachrücken kann.

● Die Teilnahme ist kostenlos.

● Die Teilnehmer:innen werden gebeten, persönliche Gegenstände (Taschen, Jacken u. Ä.) aus Platzgründen auf ein Minimum zu beschränken und Wertgegenstände möglichst am Körper zu tragen.

● Teilnehmer:innen verpflichten sich zur Einhaltung der Hausordnung des Veranstaltungsortes, sowie dazu, den Anweisungen des Personals der CEU sowie der Veranstalter:innen Folge zu leisten.

● Bei dieser Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen gemacht. Teilnehmer:innen der Konferenz erklären sich durch ihren Besuch mit der Veröffentlichung des Materials im Zusammenhang mit der Menschenrechtskonferenz bzw. der Menschenrechtsallianz einverstanden. Falls jemand aus bestimmten Gründen keine Abbildungen von sich wünscht, bitten wir um Kontaktaufnahme unter  hallo@menschenrechtskonferenz.at bis 3o. April. 

Barrierefreiheit

Die Räumlichkeiten der CEU verfügen über Rollstuhlzugang. Die Beschilderung umfasst Braille und andere taktile Elemente. Die Veranstaltung wird mit maschinell unterstützter Schriftdolmetschung auf deutsch und englisch übersetzt. Bedarf nach Übersetzung in Gebärdensprache kann bis 30. April mit der Auswahl der Workshops bekannt gegeben werden. https://www.ceu.edu/accessibility-and-disability-inclusion/vienna

Programminformationen

Die Konferenz steht unter der Leitfrage Wie können wir die Herzen der Menschen für ein Leben in Würde aller gewinnen? Das Programm stellt auf aktive Mitwirkung der Teilnehmer:innen ab und setzt sich aus Abschnitten im Plenum sowie Workshops zusammen. Der Ablauf der Konferenz ist entlang der Change-Formel aus der systemischen Beratung strukturiert, um Energie für Veränderung zu mobilisieren:

DxVxRxF = Energie für Veränderung

  • Driver: Warum gerade jetzt? Was treibt uns an?
  • Vision: Was wollen wir sehen? 
  • Ressourcen: Was haben wir schon?
  • First Steps:  Was können wir schon jetzt tun?
 

Am Vormittag arbeiten die Teilnehmer:innen im Plenum und richten ihren Blick auf Vision und Treiber. Am Nachmittag geht es an die Umsetzung in Arbeitsgruppen. Neben einer Bestandsaufnahme und perspektivischem Austausch liegt der Fokus auf der Identifizierung von vorhandenen Ressourcen, Hindernissen und Next Steps. Die Themen der Workshops basieren auf einer menschenrechtsbasierten Einschätzung der gegenwärtigen Lage und dessen, was wir jetzt brauchen. Der Leitgedanke bei der Auswahl und Ausarbeitung der Themen war deren Bedeutung für die Revitalisierung der Menschenrechtsbewegung, wir sehen sie zugleich als Baustellen und als Bausteine des Wandels. Dies bedeutet auch, dass in kritischer Selbstreflexion eigene blinde Flecken zur Diskussion stehen.

Konferenzsprache ist Deutsch. Der planere Teil wird mit Schriftdolmetschung ins Englische und (und bei Wortmeldungen in englischer Sprache ins Deutsche) übersetzt. Die Workshops finden in englischer oder deutscher Sprache statt.

Organisationsteam

Die Konferenz wird vom Konferenzkomitee organisiert. Die Mitglieder sind Valerie Ariana August, Rebecca Caric, Elias Faller, Anna Giefing, Fariha Khan, Sebastian Öhner, Irene Promussas, Philipp Sonderegger und Walter Suntinger.

Das Konferenzkomitee, die Moderator:innen und Mitwirkenden arbeiten unentgeltlich. Ausgenommen sind externe Dienstleister:innen für Buffett und Dokumentation.

Newsletter

abonnieren