Würde.
Macht.
Hoffnung.

Die zweite Menschenrechtskonferenz

Am 15. Mai 2026 kamen in der Wiener CEU 150 Menschenrechtler:innen aus gemeinnützigen Organisationen, Wissenschaft und Kunst sowie engagierte Einzelpersonen zusammen. In großer Runde und in kleineren Arbeitsgruppen widmeten wir uns der Aufgabe, die angesichts bröckelnder Demokratien und Druck auf die Menschenrechte immer drängender wird:

Wie gewinnen wir die Herzen der Menschen für ein würdevolles Leben aller?

Am Vormittag arbeiteten die Teilnehmer:innen im Plenum und richten den Blick auf die gewünschte Zukunft. Am Nachmittag ging es an die Umsetzung in Arbeitsgruppen. 

Diese Bilder wurden von Martin Ruiz Rueda für die Menschenrechtskonferenz angefertigt. Sie stehen unter der CC-BY-NC 4.0 Lizenz. Weitere Bilder finden sich auf der Flickr-Seite der CEU.

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Die Workshops

Würde.
Macht.
Hoffnung.

Aufruf: Mit Menschenrechten den Kampf um die Freiheit gewinnen.

Demokratien bröckeln. Staaten rüsten auf. Internationale Verträge scheinen nichts mehr zu gelten. Rund um den Globus stehen Menschenrechte auf dem Spiel. Der Klimawandel und eine ungebändigte Künstliche Intelligenz fordern Gesellschaften heraus. Kurzum: Die Lage ist grimmig, und die Aussichten sind es nicht minder, so dass wir uns gerade jetzt dreierlei nicht mehr leisten können:

Hoffnungslosigkeit. Entkräftung. Und Verwirrung.

Es war ein großes Versprechen, mit dem die Weltgemeinschaft die Barbarei der Zweiten Weltkriegs hinter sich ließ: Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden sollte die neue, globale Zukunft bringen. Für viele Menschen hat es sich eingelöst. Die Herrschaft des Rechts schützte die Würde vieler Menschen, beseitigte Willkür, milderte Leid. Die Menschenrechte schienen zu einer globalen lingua franca geworden zu sein.

Eine Erfolgsgeschichte, zweifellos, aber längst nicht für alle. Und das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben.

Die soziale Ungleichheit nimmt obszöne Ausmaße an. Autoritäre, extrem-libertäre Strömungen, hybride und konventionelle Kriege sind am Vormarsch. Verletzungen des humanitären Völkerrechts erinnern an überwunden geglaubte Zeiten. Selbst vor dem Folterverbot gibt es kein Halten mehr. In vielen Teilen der Welt riskieren Menschenrechtsanwält:innen, Friedens- und Klimaaktivist:innen jeden Tag ihr Leben. Zu viele haben es bereits verloren.

Und wir, die wir in relativer Sicherheit und Freiheit leben? Was tragen wir dazu bei, dass am Ende Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gewinnen? Wie können wir nicht nur Köpfe, sondern auch Herzen für ein würdevolles Leben für alle begeistern? Wie kommen wir aus den Silos des Denkens heraus? Wie lassen wir nationale Egoismen hinter uns? Wie lernen wir den ganzheitlichen Blick? Wie organisieren wir uns? Was macht uns entschlossen und hoffnungsvoll? Wie bleiben wir bei Kräften, persönlich und als Gemeinschaft; wie bleiben wir resilient?

Darum soll es bei der Menschenrechtskonferenz 2026 gehen. Aktivist:innen, Wissenschafter:innen, Künstler:innen und Interessierte tauschen sich hier aus, bestärken einander und beflügeln einander, um dann auch andere für ein würdevolles Leben für alle zu mobilisieren.

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