Kennenlernen, Austauschen, Sich Verbünden:

die Konferenzen der Menschenrechtsallianz

einleitungsbild_podiumsdiskussion

Die

Gründungskonferenz

Die Gründungskonferenz zur Menschenrechtsallianz fand am 16. Februar 2024 in der Brotfabrik, Ankersaal (1100 Wien) statt. Ziel war es, das Interesse an einem Zusammenschluss des Menschenrechtssektors in Österreich auszuloten. Die mit 150 Teilnehmer:innen vollbesetzte Konferenz ergab ein eindeutiges Bild. In Podiumsdiskussionen, Workshops und Vernetzungsrunden fanden unterschiedlichste Menschenrechtsakteur:innen zusammen und bekräftigten ihren Wunsch nach einer gemeinsamen Allianz.

01 Workshop

Philipp Sonderegger, Moritz Birk

Was braucht eine Menschenrechtsallianz?

Was braucht eine Menschenrechtsallianz, um wirksam arbeiten zu können? Welche Aufgaben soll eine Menschenrechtsallianz …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Hannah Zach, Sophie Rendl

Reclaiming Expertise

Wer ist Expert*in und wer beurteilt das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines Expert*innenstatus? Steht der Begriff …

Clemens Lahner

Maßnahmenbeschwerde und aktive Einbindung betroffener Communities

Nach einem Input, was Maßnahmenbeschwerden sind und in welchen Fällen sie sinnvoll und erfolgversprechend …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Sophie Veßl, Daniel Bacher

Shrinking Spaces und der Zusammenhang zur Menschenrechtsallianz

Da shrinking space ein globales Phänomen ist, das auch europäische Länder trifft, ist es wichtig, dass eine österreichische …

Teilnehmer:innen
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Speaker
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Workshops
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Eure

Stimmen

Eine MRA in Österreich ist wichtig weil …

Sophie Veßel

AG Globale Verantwortung

Bewertet mit 5 von 5

„…in Ö im öffentlichen und politischen Diskurs Menschenrechte zu selten zu Wort kommen.“

Sophie Rendl

Frauendomäne

Bewertet mit 5 von 5

„… weil es in Österreich so viel Wissen und Expert:innen aus den Bereichen Menschenrechte, NGOs,  Grassroot Organisations, Forschung gibt und durch eine Allianz dieses Wissen verknüpft werden und dann gemeinsam mehr bewirkt werden kann und auch das ganze Thema Menschenrechte bei allen in der Breite ankommen kann.“

Clemens Lahner

Rechtsanwalt

Bewertet mit 5 von 5

„…weil es viel mehr Sinn macht, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen und nicht jeder für sich alleine gegen Windmühlen kämpft.“

Fotos: © Florian Sulzer

zweite Menschenrechtskonferenz_vier Menschen stehen vor einem Publikum auf der Bühne

Die zweite

Menschenrechtskonferenz

Am 15. Mai 2026 kamen in der Wiener CEU 150 Menschenrechtler:innen aus gemeinnützigen Organisationen, Wissenschaft und Kunst sowie engagierte Einzelpersonen zusammen. In großer Runde und in kleineren Arbeitsgruppen widmeten wir uns der Aufgabe, die angesichts bröckelnder Demokratien und Druck auf die Menschenrechte immer drängender wird:
Wie gewinnen wir die Herzen der Menschen für ein würdevolles Leben aller?
Am Vormittag arbeiteten die Teilnehmer:innen im Plenum und richten den Blick auf die gewünschte Zukunft. Am Nachmittag ging es an die Umsetzung in Arbeitsgruppen. 

In Kooperation mit der Central European University (CEU)

Logo_CEU

Macht. Würde. Hoffnung

Demokratien bröckeln. Staaten rüsten auf. Internationale Verträge scheinen nichts mehr zu gelten. Rund um den Globus stehen Menschenrechte auf dem Spiel. Der Klimawandel und eine ungebändigte Künstliche Intelligenz fordern Gesellschaften heraus. Kurzum: Die Lage ist grimmig, und die Aussichten sind es nicht minder, so dass wir uns gerade jetzt dreierlei nicht mehr leisten können:
Hoffnungslosigkeit. Entkräftung. Und Verwirrung.
Es war ein großes Versprechen, mit dem die Weltgemeinschaft die Barbarei der Zweiten Weltkriegs hinter sich ließ: Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden sollte die neue, globale Zukunft bringen. Für viele Menschen hat es sich eingelöst. Die Herrschaft des Rechts schützte die Würde vieler Menschen, beseitigte Willkür, milderte Leid. Die Menschenrechte schienen zu einer globalen lingua franca geworden zu sein.

Eine Erfolgsgeschichte, zweifellos, aber längst nicht für alle. Und das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben. Die soziale Ungleichheit nimmt obszöne Ausmaße an.  Autoritäre, extrem-libertäre Strömungen, hybride und konventionelle Kriege sind am Vormarsch.

Verletzungen des humanitären Völkerrechts erinnern an überwunden geglaubte Zeiten. Selbst vor dem Folterverbot gibt es kein Halten mehr. In vielen Teilen der Welt riskieren Menschenrechtsanwält:innen, Friedens- und Klimaaktivist:innen jeden Tag ihr Leben. Zu viele haben es bereits verloren.Und wir, die wir in relativer Sicherheit und Freiheit leben? Was tragen wir dazu bei, dass am Ende Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte gewinnen? Wie können wir nicht nur Köpfe, sondern auch Herzen für ein würdevolles Leben für alle begeistern? Wie kommen wir aus den Silos des Denkens heraus? Wie lassen wir nationale Egoismen hinter uns? Wie lernen wir den ganzheitlichen Blick? Wie organisieren wir uns? Was macht uns entschlossen und hoffnungsvoll? Wie bleiben wir bei Kräften, persönlich und als Gemeinschaft; wie bleiben wir resilient?

Darum soll es bei der Menschenrechtskonferenz 2026 gehen. Aktivist:innen, Wissenschafter:innen, Künstler:innen und Interessierte tauschen sich hier aus, bestärken einander und beflügeln einander, um dann auch andere für ein würdevolles Leben für alle zu mobilisieren.

01 Workshop

Fatma Akay-Türker, Iketina Danso, Teresa Hatzl, Elisabeth Jost 

„Alle Menschenrechte für alle“ als unverzichtbare Grundlage für den Menschenrechtsansatz

Der Workshop konzentrierte sich auf die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte, wobei den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde. In den Diskussionen ging es darum, wie das Bewusstsein für alle Dimensionen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gestärkt werden kann und wie die konkrete Alltagsrelevanz der Menschenrechte im öffentlichen Diskurs sichtbarer werden kann. 

Leitfragen: Wie kann ein umfassender Menschenrechtsansatz gestärkt werden? Wie wird die alltägliche Bedeutung der Menschenrechte sichtbar? Welche gesellschaftlichen Akteur:innen sollen einbezogen werden?

Christopher Glanzl, Edith Meinhart

„Bewegende Geschichte“

Der Workshop verband investigativjournalistische Ansätze mit aktivistischem Storytelling, um komplexe Unrechtsstrukturen sichtbar zu machen und Betroffene als Subjekte ihrer eigenen Geschichte zu stärken.

Leitfragen: Wie erzählt man Menschenrechte so, dass sie an die Lebenswirklichkeit anschließen, berühren und zum Handeln motivieren? Welche Erzählungen braucht es? Was macht gutes Storytelling aus und welche Fallstricke gilt es zu vermeiden?

Fiorentina Azizi-Hacker, Stephanie Mayerhofer, Melinda Tamás

Storytelling

Der Workshop untersuchte die Rolle des Storytelling in der Menschenrechtsarbeit. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Erzählungen erforderlich sind, um Menschenrechte mit der Lebenswirklichkeit zu verknüpfen und Skeptiker:innen zu erreichen. Dabei wurde betont, dass Storytelling nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Motivation der Akteur:innen selbst beiträgt.

Leitfragen: Wie können Erzählungen Menschenrechte enger mit der Lebensrealität verknüpfen? Wie lassen sich Verbindungen zu Zielgruppen herstellen, die dem Menschenrechtsdiskurs skeptisch oder kritisch gegenüberstehen? Wie kann Storytelling nicht nur als Kommunikationsinstrument, sondern auch als Quelle der Energie und Motivation für Menschenrechtsakteur:innen genutzt werden?

Lukas Gahleitner-Gertz, Adel Naim-Reyhani, Aimée Stuflesser

Von der politischen Kommunikation zu den Rechten von Migrant:innen

Der Workshop analysierte, wie politische Narrative, insbesondere Krisen-, Bedrohungs- und Notlagen-Diskurse, die Rechte von Migrant:innen auf österreichischer und europäischer Ebene beeinflussen. Im Fokus stand die Legitimierung restriktiver Maßnahmen durch Sprache, etwa die Darstellung von Migration als Sicherheits- statt als Menschenrechtsproblem. 

Leitfragen: Wie prägen politische Narrative die öffentliche Wahrnehmung von Migration und beeinflussen die Rechte von Migrant:innen? Wie lassen sich aktuelle Krisen- und Bedrohungserzählungen adressieren und verändern?

Theresa Ekpa, Brigitte Theißl

„Verborgene Ausgrenzungen sichtbar machen“ – Intersektionalität von Diskriminierung, einschließlich Klassismus

Der Workshop befasste sich mit Intersektionalität und Klassismus sowohl in der Gesellschaft als auch innerhalb der Menschenrechtsbewegung. Im Fokus stand die ungleiche Aufmerksamkeit für verschiedene Diskriminierungsformen: Während Rassismus oft thematisiert wird, bleiben psychische Gesundheit, sozioökonomische Ungleichheit und insbesondere Klassismus häufig unsichtbar. 

Leitfragen: Wie stark wird Intersektionalität und Klassismus im Arbeitskontext mitgedacht? Wer gilt als „Menschenrechtsakteur:in“ und wie können Betroffene sinnvoll eingebunden werden? Wie lassen sich strukturelle Barrieren in Organisationen und Arbeitsbedingungen überwinden?

Marilyn Volkman

„Shaping Rights“ – Die Künste als Motor für Veränderungen im Bereich der Menschenrechte

Der Workshop untersuchte die zunehmende Schnittstelle zwischen künstlerischen Praktiken und Menschenrechtsarbeit. Im Mittelpunkt stand die Rolle der Künste bei der Förderung politischer und gesellschaftlicher Transformation, insbesondere durch die Schaffung von Räumen, die über traditionelle Advocacy-Formate hinausgehen.

Leitfragen: Wie können künstlerische Strategien Menschenrechtsanliegen einem breiteren Publikum vermitteln und Räume für Dialog, kritische Reflexion und emotionales Engagement schaffen? Wie tragen künstlerische Ansätze zu gesellschaftlicher Transformation bei und welche Herausforderungen birgt die Zusammenarbeit zwischen Kunst, Aktivismus und zivilgesellschaftlichen Organisationen?

Burak Bahçe, Victor Giusti

Die Widerstandsfähigkeit der Menschenrechtsbewegung angesichts von Gegenreaktionen

Der Workshop konzentrierte sich auf die Widerstandsfähigkeit der Menschenrechtsbewegung im Kontext von Backlash-Phänomenen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Resilienz als Praxis und Konzept operationalisiert werden kann, angesichts wachsender Gegenreaktionen gegen Menschenrechtsnormen, -institutionen und -forderungen.

Leitfragen: Wie lässt sich die Resilienz der Menschenrechtsbewegung angesichts zunehmender politischer und gesellschaftlicher Gegenreaktionen stärken? Wie können bestehende Ressourcen genutzt und Hindernisse überwunden werden? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen verbessern, um kollektiven politischen Druck zu erhöhen?

Martin Schenk, Margit Ammer, Karin Riebenbauer

Strategische Rechtsstreitigkeiten und die Durchsetzung von Menschenrechten

Der Workshop konzentrierte sich auf die rechtliche Durchsetzung von Menschenrechten und betonte, dass die bloße Existenz von Rechten ohne wirksamen Zugang zur Justiz und Durchsetzungsmechanismen unzureichend ist. Im Mittelpunkt standen strategische Rechtsstreitigkeiten in den Bereichen sozioökonomische Rechte, Behindertenrechte und Klimagerechtigkeit.

Leitfragen: Wie lassen sich Menschenrechte juristisch durchsetzen und wo stoßen rechtliche Strategien an ihre Grenzen? Welche Hebel (von Strategic Litigation bis zum Ausbau des Rechtszugangs) stehen zur Verfügung? Was verbindet die Bereiche sozioökonomische Rechte, Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie Umwelt- und Klimaschutz, und was unterscheidet sie? Wie wirken juristische Strategien mit politischen und gesellschaftlichen Kämpfen zusammen?

Philipp Sonderegger

Wege zum Wandel: Eine Theorie des Wandels für die Hegemonie der Menschenrechte

Der Workshop konzentrierte sich auf die Entwicklung langfristiger Strategien zur Stärkung von Menschenrechtsarbeit durch eine umfassende „Theorie des Wandels“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschenrechtsstrategien nicht nur symbolisch, sondern politisch und rechtlich verbindlich werden können.

Leitfragen: Wie entsteht sozialer Wandel – und wer innehat politische und gesellschaftliche Macht? Wie kann die Zivilgesellschaft effektiver mit einem breiteren Publikum in Kontakt treten? Wie müssen Theories of Change aussehen, die Menschenrechte hegemonial machen: Wie wird aus symbolischer Zustimmung politische und rechtliche Verbindlichkeit?

Teilnehmer:innen
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Diese Bilder wurden von Martin Ruiz Rueda für die Menschenrechtskonferenz angefertigt. Sie stehen unter der CC-BY-NC 4.0 Lizenz. Weitere Bilder finden sich auf der Flickr-Seite der CEU.

Nächste

Menschenrechtskonferenz 2027/28​

Ein weiterer zentraler Arbeitsbereich der Menschenrechtsallianz ist die Planung und Umsetzung einer nächsten Menschenrechtskonferenz, die Vernetzung und Zusammenarbeit persönlich macht.

Mit der Konferenz möchte die Allianz einen Raum schaffen, in dem Vertreter:innen aus der menschenrechtslichen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kunst sowie engagierte Einzelpersonen zusammenkommen können, um aktuelle menschenrechtliche Herausforderungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.

Gemeinsam die nächste Konferenz gestalten

Wir freuen uns über helfende Hände & Köpfe!
Wer gerne an der Organisation der nächsten Menschenrechtskonferenz mitwirken will, meldet sich gerne bei unserer Koordinationsstelle:

hallo@menschenrechtsallianz.at

Koordinationstelle

Die Koordinationsstelle unterstützt die organisatorische und kommunikative Arbeit der Menschenrechtsallianz Österreich. Sie begleitet laufende Aktivitäten, koordiniert Abläufe innerhalb der Allianz und trägt dazu bei, dass Informationen innerhalb des Netzwerks sowie nach außen gut abgestimmt weitergegeben werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 Koordinatorin: Fariha Khan

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mitwirken und Teil der Allianz werden

Die Menschenrechtsallianz wurde als Plattform ohne eigene Rechtspersönlichkeit eingerichtet. Zur Teilnahme genügt eine formlose E-Mail; Mitgliedsbeiträge sind nicht vorgesehen. Dadurch soll insbesondere beim Aufbau der Allianz große Flexibilität ermöglicht werden.

Personen und Organisationen, die Interesse haben, sich der Plattform anzuschließen, sich einzubringen oder mehr über die Arbeit der Allianz zu erfahren, können sich jederzeit an die Koordinationsstelle wenden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bringen wir die

Menschenrechtsallianz gemeinsam auf den Weg!

Unsere Arbeit wird unterstützt von:

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